Weißes Blutbild


Werden bei einer Blutuntersuchung besondere Untersuchungen über den Zustand der weißen Blutkörperchen notwendig, sprechen wir von einem weißen Blutbild. Bei einem weißen Blutbild ist von einer labormedizinischen Routineuntersuchung die Rede. Hierbei wird die Beschaffenheit der Zellen von den weißen Blutkörperchen im Blut untersucht.

Die weißen Blutkörperchen werden auch Leukozyten genannt. Hierbei handelt es sich um Zellen im Blut, deren wichtigste Aufgabe es ist, Krankheitserreger abzuwehren. Alle weißen Blutkörperchen entstammen einer einzelnen Stammzelle. Durch verschiedene Wachstumsfaktoren bilden sich vor alle im Knochenmark aus der Stammzelle die weißen Blutkörperchen.

Das weiße Blutbild gibt Aufschluss über die Anzahl der Leukozyten, die in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten können. Werden bei einem weißen Blutbild Veränderungen der Leukozyten festgestellt, kann daraus auf die Art einer Infektion oder eines entzündlichen Prozesses geschlossen werden. Oder während einer infektiösen Krankheit kann der Mediziner durch das weiße Blutbild den Verlauf und das Stadium ermitteln. Bei einem weißen Blutbild können erhöhte Werte oder erniedrigte Wert der weißen Blutkörperchen aber auch Veränderungen bei den Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten auftreten.

Zusammen mit dem kleinen Blutbild ergibt das weiße Blutbild das große Blutbild. Im Gegensatz zu den roten Blutköperchen ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen sehr gering im Blut. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen wechselt ständig. So kann die Anzahl nach einer Mahlzeit ansteigen und Blutwerte verfälschen. Daher ist es bei einer Blutuntersuchung wichtig, dass es nur im nüchternen Zustand des Patienten entnommen wird, um ein aussagefähiges Resultat zu erlangen.

Leukozyten wehren eindringende Keime ab. Im unserm Blut befinden sich nur etwa 10 Prozent der Leukozyten und der Rest befindet sich im Knochenmark, in den Lymphknoten und im Gewebe. Sobald eine Entzündung oder eine Verletzung im Körper vorliegt, verändert sich die Zahl der Leukozyten in unserem Körper. Dadurch verändern sich dann auch die Anzahl der Granulozyten oder der Lymphozyten, die dann entweder in verminderter oder in erhöhter Zahl auftreten.

Wird bei einem weißen Blutbild eine erhöht Anzahl der Leukozyten festgestellt, gerät das körpereigene Abwehrsystem in Aufruhr. Bei Infektionen, die durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden, werden bei einem weißen Blutbild 3 bis 5 Mal erhöhte Zellen festgestellt. Die Werte erhöhen sich auch deutlich bei extremen Rauchern, bei Rheuma, Stress und Vergiftungen.

Werden bei den Blutwerten erniedrigte Leukozyten diagnostiziert, handelt es sich in der Regel um Viruserkrankungen wie beispielsweise Mumps, Masern, Röteln oder HIV. Aber auch gewisse Medikamente oder eine Chemo-Strahlentherapie können zu einer Verringerung der weißen Blutkörperchen führen, die dann häufig in Verbindung mit einer hohen Infektanfälligkeit im Zusammenhang steht.