Stuhluntersuchung


Eine Stuhluntersuchung kann zur Diagnose von den verschiedensten Krankheiten herangezogen werden. Zu diesem Zweck wird bei der Stuhluntersuchung der Kot eines Patienten auf Krankheitserreger und das Vorhandensein von Blut untersucht. In erster Linie wird bei einer Stuhluntersuchung die Beschaffenheit des Stuhls untersucht. Hier sind Form und Konsistenz ausschlaggebend. Weiterhin spielen die Farbe des Stuhls, das Gewicht und der Geruch ebenso eine wichtige Rolle bei einer Stuhluntersuchung. Da bei Blutspuren im Stuhl in der Regel immer ein Hinweis auf eine Krankheit gegeben ist, müssen einer Stuhluntersuchung weitere Untersuchungen folgen. Bei Verdacht auf Darmkrebs folgen in der Regel eine Darmspiegelung und eine Entnahme von Gewebeproben.

Um mögliche bakterielle oder virusbedingte Erkrankungen genauer zu diagnostizieren, wird eine Blutuntersuchung veranlasst. Eine Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut (okkultes Blut) im Stuhl ist eine der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs. Denn Krebsgeschwüre im Dickdarm oder Enddarm bestehen aus vielen sehr feinen Blutgefäßen, die leicht verletzbar sind. Dadurch kann Blut unerkannt in den Stuhl gelangen.

Eine Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut weist schon geringste Mengen von Blut im Stuhl nach. Diese Früherkennungsuntersuchung sollte bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr einmal pro Jahr durchgeführt werden. Die Kosten für einen solchen chemischen Okkultbluttest, der von einem Arzt durchgeführt wird, werden von den gesetzlichen Krankenkassen einmal pro Jahr ab dem 50. Lebensjahr übernommen. Dieser Test sollte auch regelmäßig einmal pro Jahr durchgeführt werden, da Darmpolypen nicht ständig bluten aber dennoch vorhanden sein können. Die Gefahr an Darmkrebs zu sterben wird dadurch wesentlich verringert. Durch diese Untersuchung können bösartige Tumore oder Darmpolypen rechtzeitig erkannt werden. Eine weitere Möglichkeit, den Stuhl auf verstecktes Blut zu untersuchen besteht durch den immunologischen Okkultbluttest, der von den Patienten allein zu Hause durchgeführt und ausgewertet werden kann.

Bislang werden die Kosten für die immunologischen Okkultbluttests nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Jedoch können diese Tests das Darmkrebsrisiko um ein Vielfaches verringern. Bei einem chemischen Okkultbluttest erhalten Sie von Ihrem Arzt drei Teststreifen. Auf diese Teststreifen werden dann kleine Teile von Stuhl aus drei aufeinander folgenden Darmentleerungen auf die Testfelder aufgetragen. Alle drei Testbriefe werden dem Arzt zur Untersuchung übergeben.

Vor einem solchen Test ist es wichtig, dass schon 3 Tage vorher auf gewisse Nahrungsmittel oder Medikamente verzichtet wird, damit das Testergebnis nicht verfälscht wird. Hierzu erteilt Ihnen Ihr Arzt die notwendigen Ratschläge. Für den immunologischen Okkultbluttest, der bequem zu Hause durchgeführt werden kann, werden ebenfalls über 3 Tage hinweg Stuhlproben entnommen werden, die dann mit einer Pufferlösung verdünnt werden. Nach 3 Tagen wird etwas von der Flüssigkeit auf die Testkassette geträufelt. Das Testergebnis zeigt sich innerhalb von 5 bis 10 Minuten. Zeigt sich neben einem Kontrollstreifen noch ein zweiter Streifen, ist das Testergebnis positiv. Dieser Test sucht speziell nach Blutspuren im Stuhl. Die Ergebnisse sind zuverlässiger als beim chemischen Okkultbluttest. Hierbei kann auch der Verzehr von bestimmten Lebensmitteln das Ergebnis nicht verfälschen. Lediglich die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann das Testergebnis verfälschen. Daher sollten Sie sich vor der Durchführung entsprechend von Ihrem Arzt unterrichten lassen. Werden Spuren von Blut im Stuhl festgestellt, muss dies nicht gleich Darmkrebs bedeuten. Kleinere Verletzungen oder Hämorrhoiden können auch zu einem positiven Testergebnis führen.