Rotes Blutbild


Unser Blut ist ein flüssiges Organ, das alle lebenswichtigen Stoffe über die verschiedenen Gefäße in die entsprechenden Organe weiterleitet. Darüber hinaus hat Blut die Aufgabe, unsere Körpertemperatur und den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren. Das Blut besteht aus einem flüssigen Anteil, dem Blutplasma und festen Bestandteilen, den Blutzellen, die sich aus Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten zusammensetzten.

Ein Blutbild ist eine wichtige medizinische Untersuchung zur Auswertung der zellulären Bestandteile im Blut. So lassen sich einerseits die Menge der zellulären Bestandteile und andererseits die äußere Form bestimmen. Generell wird zwischen einem kleinen und einem großen Blutbild sowie zwischen einem roten und einem weißen Blutbild unterschieden.

Bei einem roten Blutbild kann der Mediziner feststellen, ob bei einem Patienten eine Blutarmut, die medizinisch auch Anämie genannt wird, vorliegt. Bei einem so genannten Blutausstrich unter einem Mikroskop können bei einem roten Blutbild schnell wertvolle Hinweise zur Diagnose eines Krankheitssymptoms gewonnen werden. Bei einer Anämie, die sich schnell durch ein rotes Blutbild feststellen lässt, handelt es sich nicht um eine Erkrankung, sondern um eine Veränderung der Laborwerte. Eine Anämie ist in der Regel ein Indiz für eine chronische entzündliche Erkrankung.

So geben bei einem roten Blutbild die Erythrozyten, Hämatokrit und Hämoglobin Aufschluss darüber, wie schwer die Anämie ist.

Weiterhin lässt sich durch ein rotes Blutbild das Volumen der Erythrozyten feststellen. Der Gehalt an Erythrozyten ist ein Messwert für die Zähigkeit des Blutes. Durch die Ermittlung der Anzahl von Erythrozyten im Blut erhält der Mediziner eine wichtige Aussage darüber, wie leistungsfähig das Blut ist.

Bei den Erythrozyten handelt es sich um rote Blutkörperchen, deren Funktion es ist, den Sauerstoff im Blut in andere Körperzellen zu transportieren. Die Lebensdauer von roten Blutkörperchen beträgt etwa 120 Tage, danach werden sie in der Leber und der Milz abgebaut. Im Knochenmark werden neue Erythrozyten gebildet.

Wird bei einem roten Blutbild festgestellt, dass ein Patient zu wenige rote Blutkörperchen hat, kann das durch eine Störung der Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark hervorgerufen sein. Dies ist häufig bei einer Leukämie der Fall. Ein Chronischer Blutverlust und Eisenmangel kann ebenfalls zu einer Anämie führen. Ebenso wie unterschiedliche Formen von Krebserkrankungen und Nierenerkrankungen.

Durch die Messergebnisse eines roten Blutbildes können die Mediziner einen genauen Befund des Krankheitsbildes erstellen.

Hierbei kann nicht nur eine Blutarmut sondern auch eine Erhöhung der roten Blutkörperchen festgestellt werden, die durch Lungenerkrankungen, Sauerstoffmangel, bei einer gestörten Sauerstofftransportfunktion sowie bei einem Flüssigkeitsverlust hervorgerufen werden können.