Für die Diagnostik stellen Blutwerte ein gutes Werkzeug dar, um Veränderungen im Körper schnell erkennen zu können. So stehen anhand der Blutwerte zahlreiche unterschiedliche Werte zur Verfügung, die es dann Arzt ermöglichen Rückschlüsse auf eventuelle Erkrankungen ziehen zu können. Dies wirkt sich vor allem dann sehr positiv aus, wenn dadurch Erkrankungen erkannt werden können, die einem bisher verborgen geblieben sind, aber den Körper mit Langzeitschäden schädigen können und erst in einem Stadium offensichtlich werden, wenn Organe bereits schwere Schäden genommen haben. Beispiele für solche Erkrankungen die früh aufgrund der Blutwerte erkannt werden können, sind Nierenschäden oder zum anderen Diabetes Typ 2.
Hier ist man aber auch auf seinen Arzt angewiesen, welcher einem bei der Blutuntersuchung mit seinem fachkundigen Rat unterstützen kann. Dies gilt vor allem dann, wenn es keine offenkundigen Beschwerden gibt, die auf einem anderen Weg diagnostiziert werden könnten. Hier besteht einmal wieder das Problem des Kostendrucks im öffentlichen Gesundheitswesen, sodass die Kosten für eine Blutuntersuchung zum Teil selbst getragen werden müssen, wenn der Arzt keine Veranlassung hat eine selbige zu verordnen.
Nur ist die Blutuntersuchung der eine Teil, zum anderen müssen die Blutwerte auch richtig interpretiert werden. So müssen abweichende Blutwerte von der Norm nicht direkt einen Rückschluss darüber geben, dass eine Erkrankung vorliegt. Auch weichen die Blutwerte von Mensch zu Mensch ab, sodass bei einem ein bestimmter Wert vollkommen in Ordnung sein kann und ein anderer bei identischen Werten mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Daher ist es wichtig sich auch bei Abweichungen von Blutwerten nicht verrückt machen zu lassen, sondern gezielt mit seinem Arzt die Situation gezielt sondieren und überprüfen, ob ein medikamentöser Eingriff überhaupt notwendig ist.